Sonntag, 29. Juli 2007

Zurück vom Hochzeitswochenende!




Hallo an alle,

wir sind mehr oder weniger wohlbehalten von der Hochzeit sehr guter Freunde zurück.
Wir haben in der Gaststätte übernachtet, in der gefeiert wurde. Felix war super, hat um 20 Uhr geschlafen und nur einmal um 22 Uhr "Alarm" gemacht, ließ sich aber schnell wieder beruhigen und wir konnten durchfeiern bis die Party um drei Uhr morgens zuende war!
Leider hat er heute Durchfall und Fieber:-(
Ich bin sehr stolz, dass mein Kleiner sooooooo lieb war!Er war ohnehin der Liebling von allen, wie er mit Vollgas durch den Saal unter allen Tischen und Stühlen durchgekrabbelt ist:-)
Hoffen wir, er wird jetzt schnell wieder fit!

Freitag, 27. Juli 2007

Eine Kurzgeschichte von mir

Rückkehr ins Leben

Langsam ging sie den schmalen Kiesweg entlang. Der Sand knirschte unter ihren Schuhen, ansonsten war es still. Der Himmel war grau und wolkenbehangen, und sie fragte sich, ob es wohl bald regnen würde. Ihre schmale Hand umschloss einen kleinen Strauß weißer Lilien, als sie vor dem letzten, auffällig gut gepflegtem Grab innehielt und auf die Innschrift starrte:
Thomas Behrends, geboren am 12.12.1972,g estorben am 21.07.2002. Ruhe sanft.
Eineinhalb Jahre waren sie gerade erst verheiratet gewesen.
Kennengelernt hatte sie ihn, weil sie sich beim Ausparken verschätzt und seinem neuen BMW eine ordentliche Schramme verpasst hatte. Sie hinterließ schuldbewusst einen Zettel mit Anschrift und Telefonnummer und er meldete sich noch am selben Tag. Bereits am Telefon waren sie sich so sympathisch,dass sie beschlossen, die weiteren Details bei einem gemütlichen Essen im Restaurant zu besprechen. Und ein Jahr später machte er ihr genau in diesem Restaurant einen Antrag.
Sie zweifelte nicht eine Sekunde daran, in Thomas ihren Traumprinzen gefunden zu haben. So oft sah sie ihn vor sich, mit seinem vollem, weizenblonden Haar und den stahlblauen Augen, die sie immer so ruhig und sicher ansahen, wenn sie sich mal wieder über irgendetwas ärgerte.
Es war alles so perfekt gewesen. Er hatte gerade sein Jurastudium erfolgreich abgeschlossen und arbeitete in einer der bekanntesten Kanzleien der Stadt. Sie selbst hatte das Blumengeschäft ihrer Mutter übernommen,welches sehr gut lief. Schon bald wollten sie sich ein kleines Häuschen bauen, träumten von einer eigenen Familie.
Nicht ein einziges Mal hatte sie daran gedacht, wie schnell alles wie ein Kartenhaus zusammenfallen könnte.
Noch immer starrte sie den Grabstein an. Wie viele Tränen hatte sie hier schon vergossen,nun fühlte sie nur noch eine dumpfe, unendliche Leere in sich. In ihren Gedanken ergänzte sie sie die Innschrift des Steines mit ihrem Namen: Sarah Behrends, geborene Jensen, geboren am 4.4.1974,gestorben am- ja, eigentlich war sie an jenem Tag gestorben,als ihr die Polizisten vor ihrer Haustür mitteilten, dass ihr Mann niemals mehr zu ihr zurückkehren würde.
Sie erinnerte sich noch genau an jenen Frühlingstag vor etwas mehr als zwei Jahren. Thomas hatte früher Feierabend gemacht, weil er das schöne Wetter ausnutzen und noch eine Runde auf seinem Motorrad drehen wollte. Sie hatte das Ding immer gehasst und er machte sich oft lustig über sie,meinte, sie wäre eifersüchtig auf eine Maschine. Auch an jenem Nachmittag fragte sie ihn, ob er nicht lieber mit ihr eine Ausflug machen wollte.
„Ich bin doch spätestens in einer Stunde wieder zurück und dann machen wir was zusammen. Versprochen.“, hatte er lächelnd geantwortet und küsste sie zärtlich auf ihre Nasenspitze.
Doch als er ihre Lippen berührte, drehte sie sich weg und schmollte. Wie oft hatte sie diesen Moment immer und immer wieder durchlebt und sich dafür verflucht,dass sie ihn nicht geküsst, dass sie ihn nicht angefleht hatte, zu bleiben.
Er hatte dem LKW-Fahrer angeblich die Vorfahrt genommen. Sein Körper wurde regelrecht zermalmt. Sie hatte nicht die Kraft gehabt, ihn zu identifizieren. Diese schwere Aufgabe musste sein Vater übernehmen.
Seit jenem Tag war sie nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Jede Bewegung, jeder Atemzug fiel ihr schwer. Bevor sie abends mit Hilfe von Antidepressiva einschlief, hoffte sie, dass sie endlich aus diesem Albtraum aufwachen und Thomas neben ihr liegen würde. An manchen Tagen blieb sie den ganzen Tag im Bett, stellte das Telefon ab und öffnete nicht einmal dem Postboten die Tür. Der einzige Weg, den sie fast täglich ging, war der zum Friedhof.
Zuerst hatten Freunde und Familie noch Verständnis für ihre Trauer gehabt, doch irgendwann fingen sie an, sie zu bedrängen. Das Leben geht weiter, du bist noch so jung, du brauchst Hilfe. Doch sie wollte keine Hilfe, Sie wollte einfach nur allein sein, allein mit ihrem Schmerz.
Sie legte, wie jedes Mal, den Strauß Lilien auf den Grabstein. Dann drehte sie sich um und machte sich auf den Rückweg.
Sie hatte das Friedhofsgelände schon fast verlassen, als ihr ein junger Mann auffiel, der ebenfalls an einem Grab stand. Sie hielt einen Moment inne und starrte in seine Richtung. Irgendetwas in ihr zwang sie,noch ein paar Schritte näher an ihn heran zu gehen. Dann drehte er seinen Kopf in ihre Richtung und lächelte. Noch immer starrte sie ihn und dann fiel ihr ein,woher sie dieses Gesicht kannte- es war Max,ihre Jugendliebe.
Unsicher näherte sie sich ihm.
„Hallo Sarah“, begrüßte er sie sanft.
„Hallo Max“, antwortete sie leise.
Dann fiel ihr Blick auf den Grabstein:“Helen Parker, geborene Lanz, geboren am14. Juli 1974, gestorben am 07.Juli 2002.“
Sie verspürte einen schmerzvollen Stich im Herzen. Es war seine Frau, die hier begraben lag.
„Sie war sehr krank“,sagte er mit ruhiger, fester Stimme.
Betroffen sah sie ihn an. „Es tut mir Leid“, sagte sie fast tonlos.
„Mein Mann liegt dort hinten begraben, er starb bei einem Unfall“, fuhr sie mit bebender Stimme fort.
„Ich weiß“,antwortete er ruhig.
Überrascht sah sie ihn an.
„ich habe es in der Zeitung gelesen und dich auch schon ein paar Mal hier gesehen.“
Dann musterte er sie und ihr wurde bewusst, was für ein Bild sie abgeben musste:
ihr schmaler Körper war in ein drei Nummern zu großes, graues T-Shirt gehüllt, welches einmal Thomas gehört hatte. Die verwaschene Jeans saß auch schon lange nicht mehr richtig und ihre langen, dunklen Haare hingen kraftlos herunter. Ihr blasses Gesicht war gezeichnet von Trauer und Leid. Nein, sie sah der lebenslustigen, attraktiven Sarah von früher überhaupt nicht mehr ähnlich.
Max hingegen wirkte attraktiver den je. Wie war das möglich, hatte er doch genau so einen Verlust erleben müssen wie sie?
Also b er ihre Frage gehört hätte, begann er zu erzählen: „Ich musste ihr etwas versprechen ,als ich sie das letzte Mal in meinem Armen hielt. Sie sagte, dass ich nicht aufgeben darf, egal, was auch geschieht, Das ich leben soll.“
Dann wandte er sich Sarah zu und sah ihr fest in die Augen. Er strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht und sie erstarrte, als er zu sprechen anfing: „Dein Mann ist damals gestorben Sarah, nicht du. Lass ihn gehen und kehre zurück ins Leben. Das wäre sicher sein größter Wunsch.“Dann nahm er ihre Hand und drückte ihr wortlos eine Zettel in diese, bevor er sich umdrehte und ging.
Mit tränenverschleiertem Blick schaute sie ihm nach, unfähig, zu begreifen, was gerade geschehen war.
Dann faltete sie den Zettel auseinander. In einer ihr vertrauten Schrift stand dort geschrieben:
Wenn du so weit bist, dann melde dich bei mir. Wo du mich finden kannst weißt du ja. Dein Max.
Früher hatte er ihr oft kleine Zettelchen im Unterricht zukommen lassen. Unwillkürlich musste sie bei dem Gedanken daran lächeln.
Dann bemerkte sie, dass der Himmel aufbrach und die Sonne einen zarten Strahl hinuntersandte. Vielleicht ist das ein Zeichen von Thomas, dachte sie.
Es war schon seltsam, dass sie sich ausgerechnet auf dem Friedhof wiederbegegnet waren. Sie hatten beide ihre große Liebe verloren. Sie hätte niemals gedacht, dass es trotzdem möglich sein könnte, weiterzuleben. Doch die Begegnung mit Max öffnete ihr zum ersten mal seit langer zeit die Augen. Und auch m,wenn sie wusste, dass noch ein langer Weg vor ihr lag, verspürte sie zum ersten Mal wieder ein Gefühl, welches sie schon lange verloren geglaubt hatte: Hoffnung.

Dienstag, 24. Juli 2007

Brief an Felix


Ich habe kurz nach der Geburt einen Brief an Felix verfasst, der meine Gefühle ganz gut wiederspiegelt..ich möchte ihm diesen Brief zum 18. Geburtstag schenken!
Mein süßer Schatz,
schon von dem Moment an, als ich erfuhr, dass du unterwegs warst, hat sich etwas in mir grundlegend verändert.
All die Jahre zuvor hatte ich so sehr mit einer unendlichen Leere in mir zu kämpfen,die mich oft an den Rand der Verzweiflung gebracht und mich viel Kraft gekostet hat. Doch schon damals gab ich, obwohl ich oft am Boden lag,nicht auf,denn ich kämpfte für dich, schon da warst du mein sehnlichster Wunsch. Meine größte Angst war es und ist es auch noch heute, nicht so für dich da sein zu können wie du es brauchst. Das könnte ich mir nie verzeihen!
Ich war noch nie so glücklich in meinem Leben wie während der Schwangerschaft mit dir. Ich fühlte mich unbesiegbar.
Jedes Mal ,wenn ich deine Bewegungen in mir spürte und stolz vor dem Spiegel meinen Kugelbauch bewunderte, durchfloss mich ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Zum Ende hin konnte ich es kaum noch abwarten, dich endlich sehen und richtig berühren zu können. Dann kam der entscheidende Tag, der 26.August. Nach 14 Stunden Wehen war das Wunder vollbracht und du warst da: das wunderschönste Baby der Welt. Alles Anspannung der letzten Stunden fiel von mir ab und ich war einfach nur unendlich stolz und glücklich. Die darauf folgenden Tage standen mir immer, wenn ich dich ansah, Tränen des Glücks in den Augen. Ich empfand so intensive Gefühle wie wohl noch nie zuvor in meinem Leben, die mich teilweise vor Ehrfurcht erstarren ließen. So langsam begriff ich, dass mir gerade das größte Geschenk gemacht wurde, welches mir je jemand hätte machen können.
Felix, es gibt kaum Worte dafür, was du mir bedeutest. Und ich hoffe sehr, das ich dieses Versprechen, welches ich dir nun geben möchte, niemals vergessen werde und von Zeit zu Zeit diesen Brief zur Hand nehme und mich daran erinnere:
Ich verspreche dir, dich zu beschützen, so sehr es geht, ohne dich einzuengen. Ich werde dir zuhören, wenn du reden möchtest. Ich werde dich auffangen, wenn du fällst.
Ich werde immer zu dir stehen und dir den Rücken stärken. Egal, wie schwer es manchmal sein wird.
Und es wird kein Tag vergehen, an dem ich mich nicht an eines erinnere: Du bist mein Leben...
Deine Mama

Geburt Felix


Felix wurde am Samstag,den 26.August 2006 um 19.59 Uhr nach 14 Stunden Wehen geboren.Er wog 3575 g und war 52 cm groß. Sein Papa Thorsten war die ganze Zeit an meiner Seite und hat auch die Nabelschnur durchtrennt. Ihn hat die Geburt bald noch mehr mitgenommen als mich;-)

Ich hatte bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Blasensprung, doch es stellten sich einfach keine Wehen ein,erst nach dem fünften Einleitungsversuch.
Die Geburt von Felix war das intensivste Erlebnis, welches ich in meinem bisherigen Leben hatte!

Montag, 23. Juli 2007

Mein ganzer Stolz


Das ist mein kleiner Sonnenschein Felix!Er lacht sich gerade über Papa kaputt, der mal wieder Faxen macht;-)
Ist er nicht zum knutschen???


Hallo ihr Lieben!

Schön, dass ihr vorbeischaut:-)
Kurz zu mir: ich bin 26 Jahre jung, verheiratet und Mutter des wunderschönsten Babys der Welt:mein Felix!Seit knapp 11 Monaten hält er mich schon auf Trab und macht jeden Tag zu etwas ganz besonderem...
Wir wohnen im schönen Schleswig-Holstein,nur 10 Autominuten von der Ostsee entfernt.
Eine Bordercolliemischlingshündin namens Molly gehört auch zu unserer Familie.
Mein Mann(35) ist Fernfahrer und deshalb nur alle 14 Tage am Wochenende zuhause:-(
ich bin also quasi allein erziehend.
Ab Oktober nehme ich mein Studium zur Realschulehrerin(Englisch und Geschichte) wieder auf.
Felix kommt dann für ca.3 halbe Tage zu einer sehr lieben Tagesmutter.Das fällt mir nicht ganz leicht aber es geht nicht anders...
So, das wars erstmal von mir!
Ganz liebe Grüße, eure e
mi